Die Rehkitzrettung per Drohne ist die effizienteste Methode, um junge Rehe vor dem Mähtod zu bewahren. Da Kitze bei Gefahr reglos im hohen Gras liegen bleiben („Drückinstinkt“), sind sie für Landwirte vom Traktor aus unsichtbar.
Funktionsweise und Ablauf
- Wärmebildtechnik: Drohnen nutzen Infrarotkameras, um die Körperwärme der Kitze als helle Punkte im kühlen Gras sichtbar zu machen.
- Einsatzzeitpunkt: Die Suche findet idealerweise in den frühen Morgenstunden statt, da dann der Temperaturunterschied zwischen Tier und Boden am größten ist.
- Sicherung: Gefundene Kitze werden mit Handschuhen und reichlich Gras (um menschlichen Geruch zu vermeiden) vorsichtig in Boxen gesetzt und am Feldrand gesichert, bis die Mahd beendet ist.
Technik und Kosten
Für einen effektiven Einsatz sind spezialisierte Drohnenmodelle notwendig:
- Beliebte Modelle: Die DJI Mavic 3 Thermal (M3T) gilt als Standard, da sie kompakt ist und eine hochauflösende Wärmebildkamera besitzt.
- Anschaffungskosten: Professionelle Komplettsets (Drohne, Akkus, Controller, Funkgeräte) kosten oft zwischen 6.000 € und über 10.000 €.
- Dienstleistung: Wer keine eigene Drohne kaufen möchte, kann Teams buchen. Die Kosten liegen meist zwischen 100 € und 300 € pro Stunde.
Förderung und Rechtliches
- Staatliche Förderung: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert die Anschaffung oft mit einem Zuschuss von bis zu 3.000 € pro Drohne. Anträge müssen über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gestellt werden.
- Drohnenführerschein: Da die Geräte meist über 250g wiegen, ist mindestens der EU-Kompetenznachweis A1/A3 („kleiner Drohnenschein“) erforderlich.
- Erlaubnis: Der Einsatz muss immer mit dem zuständigen Jagdpächter und dem Landwirt abgestimmt sein.
Planst du, dich einem bestehenden Team als Helfer anzuschließen, oder möchtest du selbst eine Drohne für die kommende Saison anschaffen?


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